Funkmastdiskussion – entschärft?

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Sendemast

Nach einem Bericht in der Illertisser Zeitung von heute (16.07.2010) soll der bisherige Standort des geplanten Funkmasten in Illereichen “vom Tisch” sein. Der Funkmast soll nun in einem Waldgebiet östlich der Autobahn (wie bereits – auch hier – mehrfach angeregt) errichtet werden. Im Interesse der Anwohner des bisherigen Standortes wäre dies wünschenswert.  Eine Stellungnahme der Bürgerinitiative ist bisher (noch) nicht bekannt.

Festgestellt werden konnte mit Verblüffung:

  • einem Bauantrag muss nicht immer ein Bauantrag beigefügt werden und dies fällt erst im Nachhinein nach gründlichem Aktenstudium auf,
  • zur Auswahl von Alternivstandorten und der endgültigen Festlegung genügt maximal ein halber Manntag und
  • am besten vernetzt sind offenbar Jäger, die auf der Jagdversammlung dem Minister unmittelbar die Problematik vortragen können.

Einem weiteren Artikel der IZ vom Heutigen über den geplanten Funkmasten in Vöhringen ist zu entnehmen, dass die Vertreter der Feuerwehrorganisation (Kreisbrandrat u.a.) offenbar einhellig hinter dem Vorhaben stehen. Falsch ist jedoch die Aussage über die aufwändige Umplanung der Standorte, da Verschiebungen einzelner Masten und deren Auswirkungen auf das Funknetz sich verhältnis einfach per Computer-Simulation feststellen lassen. Problematisch sind solche Umplanungen nur dann, wenn im Vorfeld mit Grundstücksankäufen oder Nutzungsverträgen durch die Behörden bereits vor den Bauanträgen Fakten geschaffen wurden.

Die in diesem Artikel angegebenen Flächen-Abdeckungsgrade bei Grad 4 (Erreichbarkeit auch im Untergeschoss eines Gebäudes, mit Funkgerät am Gürtel, höchste Stufe) sind mit ca. 75 % der Fläche immer noch sehr gut. Außer Acht gelassen wurde bei dieser Berechnung, dass beim überwiegenden Teil der Flächen diese Erreichbarkeitsvoraussetzungen gar nicht gegeben sein müssen (Einsatz auf der Autobahn u.a.). Dies eingerechnet, wäre die Erreichbarkeit wesentlich höher. Was spräche – zu einer weiteren Erhöhung der Erreichbarkeit – denn dagegen, manche Feuerwehrfahrzeuge mit Signalverstärkern auszurüsten, um im Einsatzfall die Funksignale vor Ort zu verstärken?

Der digitale Bündelfunk an sich ist sinnvoll, die Beendigung der chaotischen Verständigungszustände bei Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten auch. Sinnvoller wäre es jedoch gewesen, auch die Bürger, die diese Masten in ihrer Umgebung dulden und zahlen sollen/müssen frühzeitig in die Planungen einzubinden. Sicherheitsbedenken alleine dürften wohl nicht der alleinige Hinderungsgrund gewesen sein.

Nicht gegen Funkmast, aber gegen Standort

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zum Artikel der IZ vom 14.05.2010

Die Veranstaltung in der mit über 200 Besuchern gut besetzten Schulturnhalle in Altenstadt beantwortete manche Fragen, ließ aber noch mehr Fragen offen. Nach den rechtlich etwas unübersichtlichen Ausführungen von Rechtsanwalt Dr. Rolf Herkner wären folgende Ansatzpunkte möglich:

1. Einwendungen aus dem Eigentum:

Bisher ist in der Öffentlichkeit so gut wie nichts über den Vertrag bekannt, mit dem der/die Grundstückseigentümer die Errichtung eines Funkmasten auf ihrem Grundstück gestatten. Vermutlich dürfte die Errichtung gegen Pachtzahlung bei gleichzeitiger Einräumung einer Grunddienstbarkeit erfolgen. Unbekannt sind die Vertragspartei und die weiteren Bedingungen, z.B. auch, ob dieser für den Behördenfunk zu errichtende Mast auch an weitere Funknetzbetreiber “untervermietet” werden kann. Unbekannt ist auch, ob im Vertrag Rücktrittsrechte (üblicherweise nur einseitig für den Betreiber) vorgesehen, welche Laufzeiten, Verlängerungsoptionen und/oder Kündigungsrechte vorhanden sind. Ohne eine Offenlegung des Vertrages können dazu keine Feststellungen getroffen werden.

2. Einwendungen aus dem Nachbarrecht des BGB (Privatrecht):

Die Einwendungen können nur von unmittelbaren oder mittelbaren Anliegern (Nachbarn) vorgebracht werden. Es muss sich dabei um eine objektive oder objektivierbare Beeinträchtigung handeln, die auch aus dem Nachbarrecht bekannt ist (Lärm, Schattenfall, Überhang u.a.). Sogenannte “empfundene Beeinträchtigungen” wir drohender oder tatsächlicher Wertverlust, vermutete gesundheitliche Gefährdungen u.a. zählen nicht dazu. Das bedeutet, dass den Nachbarn nahezu keine Einwendungen gegen die Errichtung und dann vermutlich auch nicht gegen den Betrieb zustehen. Die Anlieger müssen sich bereits jetzt im Klaren darüber sein, dass jahrelange kostspielige Rechtsstreite vor den Verwaltungsgerichten mit beidseitigen Gutachterschlachten und ungewissem Ausgang zu erwarten sind.

3. Einwendungen aus dem öffentlichen Recht (Baurecht):

Einwendungen aus dem Baurecht können sich nur ergeben aufgrund bestehender Bauvorschriften. Nachträgliche Sperren oder Veränderungen nach einem eingereichten Bauantrag wären relativ (gegenüber dem Antragstellenden) unwirksam. Am wirksamsten könnte die Angabe von Alternativstandorten sein, verbunden mit einer Drohung der Ablehnung des Baugesuchs am bisherigen Standort. Da es sich zudem um einen Außenbereich handelt und das Bauvorhaben nicht privilegiert ist, ergäben sich damit weitere Ablehnungsgründe.

Zusammenfassend (auch aufgrund von Erfahrungen mit dem Bau der Müllverbrennungsanlage in Weißenhorn) muss gesagt werden, dass der Markt Altenstadt die weitestgehenden Möglichkeiten hat, den Sendemast am angestrebten Standort zu verhindern. Bedauerlich ist, dass diese Diskussionen im Marktrat unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.  Anlieger/Betroffene sind damit zu Recht empört. Was spräche eigentlich gegen den Funkmast auf einer Anhöhe östlich der Autobahn?

Die weiteren Ausführungen des Mediziners Dr. Markus Kern richteten sich gegen Mobilfunk und Elektrosmog allgemein. Eine Einschränkung insgesamt, außer vielleicht durch sparsamen Gebrauch, scheint nicht mehr möglich. Nahezu jeder Bürger des Marktes ist betroffen von Handystrahlen, WLAN-Netzen in seiner Umgebung, Mikrowellen-Lecks, Funk-Fernsteuerungen u.a.

Der Bürgerinitiative Funkmast Illereichen-Altenstadt bleibt nur anzuraten, Entschlossenheit zu zeigen. Sinnvoll wäre eine breitere Vernetzung und auch Kommunikation – auch über diese Plattform, auf der eine eigene Rubrik dafür eingerichtet werden sollte.

Heimarbeit – Abzocke

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Wir wurden auf folgende dubiose Stellenanzeige im Illeranzeiger vom 28.04.2010 hingewiesen:

Suche zuverlässige Person für leichte Heimarbeit bei freier Zeiteinteilung. Kein Vertrieb/Verkauf, Verdienst 400,– Euro monatlich. Weitere Infos unter kallesch1@hotmail.com.

Die weiteren Infos kamen dann per eMail:

Hallo ,

Die arbeit waere in dem sinne mehr eine reine Verwaltungstaetigkeit.Ich selber lebe nun seit 9 jahren in suedamerika,gebe Deutschunterricht und Backe (Torten & Kuchen) und organisiere Hochzeiten bessergesagt das Buffet das dazugehoert.Hier unten ist es ebenso das man mehrere jobs braucht um einigermasen normal leben zu koennen,da eine Arbeit allein nicht genug einbringt.Seit kurzem verkaufe ich auch lederwaren Jacken.Huete,Westen,Guertel und Taschen.Mache das im kleinen rahmen als kleines zusatzeinkommen denn im grosen stil wuerde es dann wie in Deutschland losgehen anmelden,Steuer,Finanzbehoerde usw.Solang es im kleinen rahmen bleibt kraeht da kein hahn danach und ich verdiene mir so zusaetzlich ein gutes beigeld.Lederwaren die in Deutschland z.b.eine jacke 400.-€ kostet kostet sie hier in top Qualitaet 70-110.-€.Habe mir schon einen kleinen kundenstamm aufgebaut,die einzigen Probleme sind 1.der wahnsinns teure transport ein paket mit DHL oder UPS bis 5kg kostet 185.-US$ ca.120.-€ somit lohnt sich das ganze dann schon nicht mehr und das 2.problem die Geldueberweisung eine einzelueberweisung bis 100.-€ mit western union kostet 26.-€ kann man bei der post erfragen oder die Preise unter western union im Internet nachschauen.Das erste problem habe ich ausgeschaltet ich gehe 2 x die woche zum Flughafen wenn die Flugzeuge nach Deutschland fliegen un lasse meine Ware mit Touristen mit ruebernehmen die kriegen dafuer einen super rabatt von mir wenn sie fuer sich was einkaufen ansonsten wird es mit 20.-€ erledigt so gut wie kaum einer schoepft sein gesamtes Freigepaeck volumen aus bei einigen gesellschaften bis 45 kg,somit ist der transport geregelt.Jetzt ist nur noch das problem mit dem Geld denn es lohnen sich keine einzelueberweisungen ist zu teuer.Was ich brauche ist eine zuverlaessige und 100% ehrliche person der man die gelder ueberweisen kann die 2x taeglich morgens und abends in den Computer schaut oder zur bank geht und schaut was an Zahlungen eingegangen ist,mir taeglich kurz ne email schreibt was eingegangen ist und wenn sich betraege angesammelt haben mir das dann alle 1-2 wochen dann auf einmal runterschickt so umgehe ich die teuren einzelueberweisungen.Wollte anfang dieses jahres selber ein konto in Deutschland eroeffnen muesste dafuer aber rueberkommen ,mich wohnhaft melden,2-3 wochen wieder in Deutschland verbringen ,das ganze wuerde mich mit Flug ca.2500-3000.-€ kosten Habe mich fuer diese variante nun entschieden mir einen verwalter zu suchen der das ganze fuer mich macht.Die Bezahlung waere 10% wenn also 1000.- auf dem Konto sind 10% also 100.-€ abziehen minus die einmalige ueberweisungsgebuehr in dem fall waeren es 40.-€ glaube ich ,dann muestest du mir noch die restlichen 860.-€ runterschicken Wie gesagt ich will das ganze im kleinen rahmen machen und es waeren so um die 1000.- – 1500.-€ die woche somit waere der verdienst 100-150.-€ die woche fuer dich.Arbeitsaufwand waere minimal 2 x am tag schauen was eingegangen ist 1 mail schicken wie der kontostand aussieht und 1 x die woche oder alle 10 tage ueberweisen.Sollten sie/du noch interesse haben bitte nochmal mit telefonnummer Festnetz melden und ich rufe zurueck.

Mfg

Karl Heinz

Dahinter verbirgt sich mit ziemlicher Sicherheit ein betrügerisches Konzept, nämlich Geldüberweisungen per WesternUnion, d.h. vion irgendeinem Bankkonto wurden die Zugangsdaten geklaut, auf das Konto des Heimverdienst-Suchenden transferiert. Dieser soll dann das Geld nach Südamerika überweisen. Betrug, Geldwäsche.
Diese Anzeigen sind schon seit längerer Zeit in Anzeigenblättern unterwegs.

Siehe dazu auch e-recht24.de.

Leserbrief Kraus 14.04.2010 an die IZ

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Sendemast

Bernd Kraus aus Illereichen schrieb folgenden Leserbrief an die Illertisser Zeiitung:

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Funkmast/Flyer

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Folgende Flyer lagen bei der Feuerwehr Illereichen aus:

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Funkmast/ Immobilienwert

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Sendemast

Wertminderung bei Immobilien

11.04.2010

 

"Kann ein Vermieter wegen einer nahegelegenen Mobilfunkanlage seine Immobilien nur zu einem niedrigeren als dem ortsüblichen Preis vermieten, ist dies keine außergewöhnliche Belastung, die sich steuerlich geltend machen lässt [Bundenfinanzhof (BFH), AZ VI B 43/09, in WirtschaftsWoche Nr. 15/S. 103]." Dies ist nur eine aktuelle Entscheidung aus dem Steuerrecht, entsprechende Entscheidungen durch die Oberrgerichte sind auch auf den Gebieten Bürgerliches Recht und Verwaltungsrecht ergangen.

Der Bau von (Mobil-)Funkmasten bewirkt jedoch tatsächlich eine erhebliche Wertminderung bei Immobilienpreisen und Mieten bzw. Pachten. Nachdem jedoch schädigende Emissionen von diesen Anlagen nach Ansicht des Gesetzgebers nicht belegt/belegbar, oder im Rahmen des Baurechts hinzunehmen sind, entsteht auch kein Entschädigungsanspruch. Das Vorhandensein dieser Anlagen zählt auch nicht zu "Sonstige wertbeeinflussende Umstände" im Sinne von § 25 Wertermittlungsverordnung (WertV). Auch eines der Bewertungsstandardwerke "Grundstücks- und Gebäudewertermittlung" von Sommer/Kröll/Piehler verschwendet keinen Gedanken auf diese Problematik.

Nachträglich in der Nachbarschaft errichtete Mobilfunkmasten sind offenbar ebenso zu betrachten wie Fabriken oder Mastbetriebe – solange baurechtskonform, sind diese Anlagen hinzunehmen. Die gespürte und bei Verkauf/Vermietung tatsächlich zu beobachtende Wertminderung stellt keinen Schaden dar, der gegen den/die Anlagenerrichter oder die Genehmigungsbehörden geltend zu machen wäre, obwohl ein solcher Schaden tatsächlich – bei Verkauf/Vermietung oder Belastung (z.B. im Rahmen der Refinanzierung) – eintritt.

 

 

 

 

Funkmast/IZ 27.03.2010

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Sendemast

Sendemast(en) umstritten

 

Wie der Berichterstattung der Illertisser Zeitung (IZ) zu entnehmen ist, stößt die geplante Errichtung der Sendemasten für den digitalen Bündelfunk im BOS-Bereich offenbar im Landkreis Neu-Ulm nirgendwo auf Gegenliebe. Im Gegensatz zu den Markträten in Altenstadt haben sich aber die Bellenberger Gemeinderäte keinen Maulkorb verpassen lassen. Die Bürgermeisterin verkündete im Gegenteil couragiert "Das Baurecht unterliegt nicht der Geheimhaltung!" und prompt wurde öffentlich behandelt. Was doch nicht alles geht…

Wie im Anschluss an die mit ca. 30 Personen gut besuchte Versammlung zum Thema "Sendemast Illereichen" am 24.03.2010 im Gasthof "Rössle" in Altenstadt zu erfahren war, ist die Gründung einer Bürgerinitiative geplant. Ziel sei es, die Anlieger und alle Bürger über mögliche Gefährdungen aufzuklären und alternative Standorte aufzuzeigen. Die Notwendigkeit des digitalen Funksystemes, insbesondere für Feuerwehren und die Rettungsdienste generell würde jedoch nicht verkannt.

 

Funkmast/IZ-24.03.2010

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Sendemast

Mehr Information zum Sendemast?

Bericht der IZ vom 24.03.2010:

Andere Orte – gleiches Problem

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Sendemast

Standortfrage

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1266504510130.shtml

Digitaler Behördenfunk

http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_03/Behordenfunk/behordenfunk.html

IZ-Artikel vom 08.04.2010

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Sendemast

Feuerwehr: „Mast ist notwendig“
08.04.2010 19:25 Uhr

Von Eva Büchele
Den Bau eines rund 44 Meter hohen Funkmasten wollen die Bürger aus Altenstadt und den Ortsteilen nicht einfach so hinnehmen: Jetzt hat sich sogar eine Bürgerinitiative gegründet. „Wir planen einen Informationsabend und eine Unterschriften-Aktion gegen

den Mast“, sagt Gemeinderat und Mitbegründer der Initiative, Thomas Beitlich.

Der Funkmast, der zwischen Untereichen und Illereichen errichtet werden soll, soll den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, also etwa Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst dienen. Sie stellen derzeit ihr analoges Funknetz auf Digitalfunk um. Die

Umstellung und damit der Bau des Sendemasten sei dringend notwendig, erläutert Kreisbrandinspektor Dr. Bernhard Schmidt aus Altenstadt. Denn der derzeit genutzte Analogfunk sei ein Auslaufmodell. Lediglich in Deutschland und Albanien greife man noch auf diese

Kommunikationsform zurück. Entsprechend entwickle die Industrie diese Technik auch nicht mehr weiter.

Mit der neuen Funktechnik solle eine bessere Flächendeckung erreicht werden. Im Falle der Altenstadter Feuerwehr sei dies besonders im südlichen Einsatzgebiet notwendig. Beispiele, bei denen der analoge Funk versagte? „Wir haben permanent

Kommunikationsprobleme“, sagt Schmidt. Etwa bei Hochwassereinsätzen in den Iller-Auen bei Kellmünz (2005) sei der Funkkontakt immer wieder unterbrochen worden, die Einsatzkräfte mussten auf gut Glück einen Standortwechsel vornehmen, damit sie wieder

Empfang hatten, so der Kreisbrandinspektor. Ähnliches passierte bei einem Unfall zwischen Weiler und Babenhausen oder bei einem Scheunenbrand südlich von Kellmünz (2009).

„Doch eine reibungslose Kommunikation ist wichtig“, erklärt Schmidt. So müssen in Altenstadt sechs Einsatzfahrzeuge koordiniert werden, Ausrüstung oder Einsatzkräfte nachgefordert werden. Auch die Feuerwehrmänner werden mit dem neuen Funksystem besser

erreichbar sein. „Der Digitalfunk verspricht eine 100-prozentige Inhouseversorgung.“ Das bedeute, der Helfer empfange den Alarm auch, wenn er sich etwa im Keller aufhält.

„Ich kann die Sorge der Bürger durchaus verstehen“, räumt Schmidt ein. Jedoch erwarte im Notfall auch jeder schnellstmögliche Hilfe. Schmidt vermisst deshalb eine sachliche Diskussion und detaillierte Informationen.

Kontroverse Ansichten zu gesundheitlichen Auswirkungen

Was die gesundheitliche Belastung angeht, gibt es jedoch sehr kontroverse Ansichten. Während das Innenministerium auf Studien verweist, die die Unschädlichkeit beweisen, berichtet der Dachverband Bürgerwelle „Initiative zum Schutz vor Elektrosmog“ von

Erfahrungsberichten aus England, wo Anwohner in direkter Nähe zu einem digitalen Funkmasten über Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlafstörungen klagen. Darauf bezieht sich die Altenstadter Initiative und fordert vom Ministerium, auf die Funkumstellung zu

verzichten. „Auch die Tetra-Technik ist bereits rund 15 Jahre alt“, sagt Thomas Beitlich. So setze die Bürgerinitiative auf neuere, gesundheitsverträglichere Systeme.

Im Altenstadter Marktrat hingegen wurde lediglich der ortsnahe Standort des Masten beklagt. In der Fernsehsendung „Kontrovers“ des Bayerischen Rundfunks am vergangenen Mittwoch erläuterte jedoch Innenminister Joachim Hermann, die Standortänderung eines

solchen Masten sei kaum möglich: Werde der Mast deutlich verschoben, könne das zur Folge haben, dass weitere Masten ebenfalls verschoben werden müssten, um die gleiche Abdeckung zu erreichen. Insgesamt sollen in Bayern 950 solcher Masten errichtet

werden.